Energie speichern – durch Energiesubstitution

 

Es zeigt sich, dass das zentrale Problem der Energiewende, die hinreichende Energiespeicherung, derzeit nicht gelöst ist. In der Wissenschaft gibt es eine erprobte Methode: Wenn ein Ziel nicht direkt zu erreichen ist, dann sollte man das Problem indirekt angehen, einmal um die Ecke denken und einen Umweg gehen.

Was kann das im Fall der Energiespeicherung bedeuten? Der Vorschlag ist, Verbraucher, die bisher nicht Teil der Energielieferkette sind, als bivalente Verbraucher einzubeziehen. Dies können Bereiche der Chemischen Industrie, der Lebensmittelindustrie, der Papierindustrie usw. sein. Diese Großverbraucher benötigen rund um die Uhr Prozessenergie, die sie normalerweise aus dem Gasnetz beziehen. Bei Stromüberangebot würden sie diese Energie aus dem Stromnetz beziehen. Dies würde der negativen Regelenergie entsprechen. Das nicht benötigte Gas verbleibt im Gasnetz , sowie in den angeschlossenen Speichern und kann bei Bedarf später verstromt werden. Dies würde der positiven Regelenergie entsprechen. Damit wäre der energetische Regelkreislauf geschlossen.
Anlagen, welche Prozessenergie benötigen, sind landesweit in genügender Zahl vorhanden und die Leistungen liegen im Terawattbereich. Der prognostizierte Regelbedarf für ein stabiles Stromnetz liegt im Gigawattbereich.