Strommarkt – ein spezieller Markt

Der Strommarkt ist ein ganz spezieller Markt. Stromangebot und Nachfrage müssen ständig ausgeglichen sein, weil das System keine Energie speichern kann. Ich habe versucht, diese Bedingungen mittels eines Balkens darzustellen, bei dem auf der rechten Seite die Energieerzeuger einspeisen und  auf der linken Seite die Verbraucher den Strom verbrauchen. Dieser Balken symbolisiert das Stromnetz, es ist also kein starrer Balken, sondern ein durchaus flexibles Netz. Im alten klassischen thermischen Erzeugersystem haben die Verbraucher nach Bedarf die Leistung abgerufen. Die Aufgabe der thermischen Erzeuger war es, den Strom stets  bedarfsgerecht zu liefern, damit das System stabil bleibt. Im neuen Markt mit den zusätzlich einspeisenden regenerativen Erzeugern müssen diese thermischen Anlagen sowohl die Volatilität der regenerativen Erzeuger (dies ist in der folgenden Grafik durch das Dreieck angedeutet, auf dem die volatilen Erzeuger ruhen), als auch das wechselnde Lastverhalten der Verbraucher ausgleichen. Dies wird umso problematischer, als ein Teil der thermischen Regelkapazität  durch die fehlenden AKW nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Nur die Biogasanlagen können einen kleinen Teil der Grundlast ersetzen.

(Internetexplorer zeigt die Darstellung leider nicht  an, deswegen Strommarkt

Der Balken, muss ständig austariert werden. Die Lagerfläche deutet eine gewisse Stabilität des Systems an. Wenn aber die vorgegebenen Freuquenzparameter über/unterschritten werden, dann kippt der Balken, Sicherheitssysteme werden aktiv und es kommt zum gefürchteten Blackout.