Preis für Grünstrom

Wie könnte der zuküftige Grünstrompreis kalkuliert werden?

Der mögliche Preis für den „Grünstrom“ ist die entscheidende ökonomische Kennziffer. An dieser Kennziffer muss die Bewertung eines jeden Systems gemessen werden. Momentan verlassen sich die etablierten Energieerzeuger und Übertragungsnetzbetreiber auf die Zusicherung der politisch Handelnden, dass sie alle ihre Kosten ersetzt bekommen. Wen sollte es wundern, dass dies auch beliebig viele attraktive Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet.

Aber bei welchem größeren Projekt kann es so etwas geben? Dies ist nur möglich, weil auf dem Energiesektor die Gesetze des Marktes total ausgehebelt wurden und durch ein undurchschaubares Netz von Subventionen, Vorrangregelungen und Privilegien ersetzt wurden.

Weil das DUALE ENERGIESYSTEM in sich geschlossen ist, kann man auch konkrete Aussagen über einen Preishorizont machen. Folgendes Verfahren wird vorgeschlagen:

  • Die regenerative Erzeugerart mit den günstigsten Kosten definiert die Benchmark (Zielgröße eines Vergleiches). Dies könnte die onshore – Windenergieerzeugung (6-7 ct / kWh) sein, aber auch ein offshore Windpark, der eine günstige Gesamtbilanz aufweist.
  • Dieser erzeugte Strom wird über das duale Energiesystem grundlastfähig gemacht. Damit ist dieser Strom qualitativ vergleichbar mit dem thermisch erzeugten Strom.
  • Durch bivalente Verbraucher, Gasnetz und GuD Verstromung liegt der Preis für den „gespeicherten Strom“ etwa 25% bis 100% höher.
  • Die  Preissteigerung hängt weitgehend vom Verhältnis von direkter Versorgung zu „gespeicherter Versorgung“ und damit von den Nutzungsstunden der Aggregate ab.
  • Nach dieser Grobkalkulation kann der Preis für 1 kWh Grünstrom etwa bei  maximal 12-14 ct /kWh liegen.
  • Die Netzgebühren sollten erheblich günstiger werden, da bei Stromleitung, Netzausbau, Energiemanagement, Reservekapazitäten usw. eingespart werden kann.
  • Alle weiteren Zuschläge, Steuern und Abgaben haben nichts mit der Energieerzeugung zu tun und werden politisch vorgegeben.

Da die thermischen Erzeuger nach wie vor geringere Grenzkosten haben, wird auf deren Erzeugerpreis ein Zuschlag bis zur definierten Benchmark erhoben. Mit diesem Zuschlag werden die Altlasten aus den EEG- Verträgen und die Förderung der z.Zt. etwas teuren regenerativen Erzeuger, Biogas, PV und offshore Wind bezahlt. Aber auch für diese Erzeuger wird die Benchmark angestrebt. Für PV erzeugten Strom sollte dieser Wert für direkte Einspeisung definiert werden, da es während der Tagesstunden immer direkte Abnehmer gibt, so dass eine „Zwischenspeicherung“ entfallen kann.

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