Dual Dispatch

Ein Beitrag zur aktuellen Diskussion um die Novellierung des EEG:

  • 8. April 2014: Beschluss des Gesetzentwurfs im Bundeskabinett
  • 8. Mai 2014: 1. Lesung im deutschen Bundestag
  • 2. Juni 2014: öffentliche Sachverständigenanhörung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie
  • 4. Juni 2014: Beratung im Ausschuss für Wirtschaft und Energie in Anwesenheit von BM Gabriel und Fortsetzung der Öffentlichen Sachverständigenanhörung
  • 24. Juni 2014: abschließendes Beratung im Ausschuss für Wirtschaft und Energie
  • 26./27. Juni 2014: 2.und 3. Lesung im Deutschen Bundestag
  • 1. August 2014: Inkrafttreten

Die Stellungnahmen der Sachverständigen ( sie sind in einem ca. 2cm dicken DIN A4 Band zusammengefasst) beschäftigen sich mit den finanziellen Auswirkungen auf die verschiedenen Geschäftsmodelle, die sich als Folge der Energiewende etabliert haben. Dort, wo die sehr großzügige Förderung etwas zurückgefahren werden soll, sind natürlich die Bedenken am größten. Nach erster Durchsicht habe ich keinen Beitrag gefunden, der sich mit den unbedingt notwendigen technischen Anpassungen beschäftigt und Hinweise liefert, wie ein Energiedesign der Zukunft aussehen könnte, es sei denn, der massive Netzausbau wäre der Königsweg.

Deshalb hier ein Beitrag, der zeigt, wie das Dual Dispatch Verfahren die EEG Kosten mit marktwirtschaftlichen Methoden dämpfen könnte, eine „Zwischenspeicherung“ erreicht und den Netzausbau reduzieren würde.

Voraussetzung wäre, dass zukünftig für den Eigenstrombezug bei KWK Anlagen ein Teil der EEG Kosten bezahlt werden müssen. Der Anteil soll zwischen 40% bis 50% liegen. Dies eröffnet erstmals die Möglichkeit, dass KWK Anlagen Betreiber ein finanzielles Interesse haben, ihr Potential als netzstabilisierende  Dienstleistung einzubringen. Voraussetzung ist allerdings, dass das EEG diese Dienstleistung von der EEG Umlage befreit, d.h., dieses Verfahren muss gleichgestellt werden mit dem Power to Gas Verfahren oder den chemischen, hydro und mechanischen Speichermethoden. In den nachfolgenden Vortragsfolien sind die einfachen Abhängigkeiten dargestellt und es wird gezeigt, dass KWK Anlagen die ideale Ergänzung zu den volatil einspeisenden Regenerativen sind, indem wärmegeführte Anlagen zu stromgeführten Anlagen werden. Alles, bis auf die Zusatzheizer, ist bereits vorhanden, ca. 40% des Wind- oder Solarstromes können direkt zu den vormaligen Eigenverbrauchern der KWK Anlagen geleitet werden und die thermische Leistung der KWK Anlagen wird durch den Zusatzheizer versorgt. Zwei nennenswerte Verbrauchergruppen, die nach Bedarf das Netz entlasten.Fast alle Mitglieder des Ausschusses sind per Mail über dieses Verfahren informiert worden. Einigen Mitgliedern wurden Informationen direkt übergeben, an Wolfgang Tiefensee ( SPD) am Rande der Anhörung am 2.6., an Thomas Lutze (Linke) über seinen Büroleiter, an Jens Köppen (CDU) direkt über Büro und über Telefonkontakt. Der Vorsitzende des Ausschusses.  Dr. Peter Ramsauer, hat einen direkten Kontakt abgelehnt, ebenso ist leider bisher kein direkter Kontakt mit den GRÜNEN, den „Erfindern“ der Energiewende, gelungen.

Dual Dispatch

 

In der letzten Folie sind die notwendigen Änderungen im Gesetz vorgeschlagen. Nun ist die Politik dran, die notwendigen Rahmenbedingungen zu setzen!

Energiewende – Jahrhundertprojekt ohne Masterplan?!

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Die Energiewende ist eines der wichtigsten Projekte der Zukunft in Deutschland. Einige sagen, sie merken nichts davon, denn „der Strom kommt weiterhin aus der Steckdose“ und andere fürchten sich vor drastischen Preissteigerungen.

Aber bildet dies die ganze Wirklichkeit ab? Hat der Bundestag unter dem Eindruck der dramatischen Ereignisse in Fukushima mit überwältigender Mehrheit ein langfristiges Projekt beschlossen, welches unsere Position  im internationalen Wettbewerb gefährdet? Ist ein Masterplan erkennbar, der von der gegenwärtigen Regierung oder der Vorgängerregierung ausgearbeitet wurde? Oder versucht gerade eine führende Industrienation nach dem Prinzip, trial and error, einen Weg in eine atomkraftfreie, CO2 – ärmere Zukunft zu finden?

Lesen Sie, wie vieles zusammenhängt und wie gerade für eine Industrienation ein einfacher Lösungsweg in diese Grünstromära möglich ist.